heute möchte ich Euch als Frisurenidee wollige Twists - Yarn Twists vorstellen.
Diese Idee habe ich von einer auch frisierbegeisterten, befreundeten Mama übernommen, als meine Tochter kurz vor den Ferien tagelang bettelte: "Mama, ich möchte diesmal 'lange Haare' haben".
Bei der Entscheidung zur Dicke der Twists dachte ich zuerst nur daran, wie lange das dauert, viele kleine Twists mit Wolle zu drehen...und entschied dann, dass ich eher mitteldicke Strähnen nehme und dafür nur einen (dicken) Wollfaden, der oben geknickt wird und dadurch doppelt mitgetwistet wird.
Es handelt sich dabei um Rope Twists, also erst "in sich" und dann "um einander" gedrehte Twists!
Damit dieser Post nicht zu kompliziert und lange wird, habe ich Euch einen super Link einkopiert, der genau erklärt, wie der Wollfaden am Haaransatz mit eingedreht wird:
Ist zwar wieder auf Englisch, aber auch 'ohne Worte' zu verstehen...
Nachdem Ihr also die Idee des Eindrehens kennt, müsst Ihr nur noch die Fadenlänge abmessen. Vor dem Abschneiden knickt Ihr ihn also in der Mitte und legt die Schlaufe an den Haaransatz an, zieht die beiden Enden dann nach unten bis hin zu der Länge, in der Ihr die Twists am Ende haben wollt und DANN könnt Ihr abschneiden. (Das muss IMMER länger als die Haare Eurer Kinder sein, klar, oder?)
Zur Pflege habe ich die Haare (die zwei Tage zuvor gewaschen, gekämmt und in zwei dicken Übergangszöpfen gestreckt worden waren), Strähne pro Strähne (kurz vor dem Eindrehen des Wollfadens) jeweils mit etwas Moisturizer-Creme eingeschmiert und dann den Wollfaden hinzugenommen.
Dann kann es losgehen.
Ich habe wiegesagt eine ziemlich dicke Wollart genommen, die aus 100% Polyacryl besteht.
Wie Ihr seht, habe ich pro Strähne nur einen Wollfaden mit gedreht, also pro Twist insgesamt zwei....die "schmalste" Variante...
Den Anfang habe ich unten am Hals gestartet, weil es leichter ist, sich "nach oben" zu twisten, da dann die fertigen Twists nicht von oben im Weg liegen, sondern einfach nach unten weghängen.
Unten, nachdem die Eigenhaare zu Ende waren, habe ich die Wolle noch ca. 2 cm weiter getwistet, dann die beiden Fäden zusammen genommen und einen Knoten gemacht, und dann kurz darunter abgeschnitten. (Die einfachste Variante...)
Bei der Länge habe ich darauf geachtet, dass die Twists alle etwa auf der gleichen Länge an den Schultern enden....Wolle gab`s ja genug :-)
Für die Abteile habe ich keine geometrisch korrekten Formen bemüht...sondern einfach "wabenähnliche" Abteile genommen.
Vor allem war mir wichtig, dass alle Twists eine möglichst gleiche Dicke haben, daher wurden die Abteile am Oberkopf etwas kleiner als z.B. an der Seite, da die Haare meiner Tochter am Oberkopf am dichtesten wachsen.
Das Ergebnis am Ende (nach 32 mitteldicken Twists...und drei Stunden Sitzen) fanden wir beide toll !
Am nächsten Morgen hatten sich die Twists von selbst wieder etwas verkürzt.
Sie gehen aber immer noch gut als "lange Haare" durch und werden von meiner Süßen mit Begeisterung mal offen und mal als Pferdeschwanz getragen.
Das war die diesjährige Weihnachtsferien-Frisur.
Ich würde mich freuen, wenn Ihr auch Eure Weihnachts-Frisuren-Ideen im Kommentarfenster mitteilt!










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