Translate

Mittwoch, 1. Juni 2016

Überblick über die verschiedenen Frisiertechniken, die ich kenne :-)) Teil 1

Hallo Ihr Lieben ,

in dieser Post-Reihe möchte ich Euch einen Überblick über alle Frisiertechniken vorstellen, die ich im Laufe der Jahre kennengelernt habe. Sehen alle toll aus und sind gar nicht so schwer.

Natürlich gibt es immer die Möglichkeit, die Locken Eurer Kinder beim Afrofriseur flechten zu lassen ODER ABER: Ihr macht es selbst !
Und ratet mal, was ich Euch empfehle?? Nicht schwer, oder?

1) Zöpfe ("Braids")

Hierzu muss ich wahrscheinlich gar nichts soviel schreiben.
Nur soviel: Es gibt sie
  • "überhand" geflochten (wie die meisten von uns das in der Kindheit gelernt haben, wenn die äußeren Strähnen jeweils nach "oben" über die mittlere Strähne gelegt werden) oder "unterhand" geflochten (wie es für cornrows notwendig ist: Hier werden die äußeren Strähnen jeweils nach "unten" unter die mittlere Strähne gelegt. Dies erfordert eine etwas andere Handhaltung, geht aber mit ein wenig Übung genauso einfach und schnell und bringt ein im Aussehen leicht verändertes Ergebnis, aber schön !)
  • aus drei oder mehr Strähnen (ich habe mal bis 5 Strähnen probiert..kniffelig, aber schön. Dazu müssen die Haare aber schon länger sein)
  • mit Kunsthaar oder Wolle verstärkt bzw. verlängert (hier müsst Ihr Eure Vorlieben ausprobieren, ich bevorzuge Wolle, da sie aus meiner Sicht leichter einzuarbeiten ist. Das näher zu beschreiben, benötigt aber mindestens einen eigenen Post...mache ich gerne bei Bedarf) 

kurze Zöpfchen mit Snaps

Zöpfchen gebündelt

Zöpfe mit Wolle verstärkt

2) Twists

Twists sind gedrehte Zöpfe.
  • aus zwei oder drei Strähnen (die "normalen" twists haben zwei Strähnen. Es ist etwas schwieriger, die Finger bei drei Strähnen zu sortieren, aber auch das sieht schön aus und soll ein tolles Twist-out ergeben, wie ich gehört habe)
  • als "einfache" oder sog. "rope twists" (bei "einfachen twists" werden die Strähnen eben umeinander gedreht. Bei "rope twists" werden die Strähnen zuerst beide in die gleiche Richtung (z.B. im Uhrzeigersinn) jeweils um sich selbst eingedreht und die beiden dann schon eingedrehten Strähnen dann in der anderen Richtung (z.B. gegen den Uhrzeigersinn) umeinander gedreht. 
kurze Twists

  
Rope Twists


Twists mit dicker Wolle verstärkt

Twists mit dünner Wolle verstärkt

Zwischenbemerkung 1:
Die ersten beiden genannten Techniken (Zöpfe und Twists) gibt es einmal in der einzeln hängenden und auch in der sog. "flat" -Form, d.h. die Haare  werden in der jeweiligen Technik in Bahnen am Kopf entlang frisiert.
Das sind dann ganz eigene Techniken, die jeweils wunderschön aussehen können, und daher einen eigenen Punkt wert sind.

3) Cornrows

Aus Zöpfen (drei Strähnen) werden die flach am Kopf geflochten Cornrows.
Die entstehen dadurch, dass Ihr zum einen "unterhand" flechtet und dabei aus den restlichen umliegenden Haaren (bzw. aus der vorher abgeteilten Bahn) immer eine Strähne zur mittleren Strähne dazu nehmt. 
(Vielleicht kenne einige von Euch den sog. "französischen Zopf". Der funktioniert nach dem gleichen Prinzip des Dazunehmens, wird aber "oberhand" geflochten.)
Hierzu können die Bahnen so abgeteilt werden, dass teilweise komplizierte Muster entstehen. Oder aber "grade nach hinten", "grade nach oben und dann zum Pferdeschwanz"....Der Phantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt !

Cornrows nach hinten

Cornrows zickzack

Cornrow-Schlange

zwei dicke Cornrows

Cornrows nach oben zum geflochtenen Pferdeschwanz

4) Flat Twists

Aus Twists werden Flat twists, indem sie (wie cornrows) am Kopf entlang gedreht werden. Hierzu müsst Ihr vorher wieder entsprechende Bahnen abteilen. 
Flat twists liebe ich besonders, weil sie etwas einfacher gehen als Cornrows, aber genauso gut aussehen und sich etwas schneller wieder öffnen lassen.
Auch hier gibt es so viele Variationen, wie Eure Phantasie erlaubt. Ich habe mal einige Fotos zusammengestellt:

Flat twists bei noch kurzen Haaren

Flat twists nach oben zum Pferdeschwanz

Flat twists als Spirale um den Kopf
 

5) Einsträhnige "Zöpfe" (Rolls)

Hier wird eine Strähne nur um sich selbst gedreht. Sie hängt dann wie eine auseinandergezogene Spirale nach unten. Dazu habe ich leider kein Foto.

Zwischenbemerkung 2:

Wenn Zöpfe, Twists oder Rolls über längere Zeit nicht geöffnet werden, sondern über einige Wochen ohne Entwirren im Haar bleiben, dann werden sie zu einer eigenen "Technik", den sog. Locs.

6) "Locs"

Das sind Zöpfe, Twists oder Rolls, die mehrere Wochen lang nicht geöffnet werden und bei denen sich die einzelnen Haare über die Wochen strähnenweise fest miteinander verbunden haben. Sie hängen dann als einzelne "Würstchen" herunter. Damit kann man wiederum Zöpfe oder einfache Pferdeschwänze machen u.a.
Es gibt sie in dünn oder auch in dick ("Dread locs"). Kennt Ihr alle, oder? Sind cooooool, aber auch sie müssen auch entsprechend gepflegt werden, damit das Haar nicht verfilzt aussieht.


7) "African Threading" / "Ghana braids"

Das ist eine traditionelle afrikanische, und wie ich finde, eine geniale Weise, Haare in Zöpfe zu binden. Ein Freund aus Togo hat mir erzählt, dass seine Mutter ihre Haare früher immer so frisierte.
Hierbei wird eine Haarsträhne über ihre Länge hinweg mit einem Faden umwickelt. Der Faden wird zuerst abgemessen und dann oben am Haaransatz um die Strähne geknotet. Dann wird er spiralförmig nach unten um die Haarsträhne herumgewickelt. Am Ende der Strähne wird der Faden wieder (mehrfach) verknotet und der überschüssige Faden abgeschnitten.
Ich mache dann unten meist noch einen bunten "Snap" (Schmuck mit Klickverschluss) rein, damit es wirklich nicht aufgeht.

Beim African Threading gibt es auch mehrere Möglichkeiten: Entweder Ihr könnt die Haare in ihrer natürlichen Länge umwickeln oder aber beim Wickeln nach oben schieben, so kann die sichtbare Haarlänge prima variiert werden. Ihr könnt auch aus den entstehenden "Zöpfen" wiederum eigene Frisuren machen (siehe Fotos).
(Und im Kindergarten hat meine Tochter den anderen Kindern immer erzählt, ihre Haare wären abgeschnitten und dann wieder drangeklebt worden, hahaaa).

Ghana Braids in der langen Version mit Snaps
 
Ghana braids in der hochgeschobenen Version (Haarlänge dieselbe wie auf dem Foto oben)

Ghana Braids "mittel hochgeschoben" mit Beads
 
Ghana Braids mit Snaps

Ghana Braids umeinander gedreht
 
Zwischenbemerkung 3:

Auch African Threading bzw. Ghana braids können als "Flat"-Form frisiert werden. Hierzu wird jeweils eine Strähne an der vorher abgeteilten Bahn entlang "eingerollt" und dann mit einem Faden vorsichtig am Kopf entlang "vernäht". (Vorsicht: Hierbei bitte NICHT in die Haut stechen!) 
Am Ende dann weiter mit "normalem" African threading.
Heraus kommen dabei z.B. Frisuren wie diese:

Flat Ghana Braids zum Pferdeschwanz
 

So, Ihr Lieben, das reicht für heute, mehr gibt es in Teil 2...







 





Keine Kommentare: